Nicht immer wenden sich die Dinge zum Guten, dass es ein Happyend gibt. Es gibt auch Schicksalsschläge, die einen einfach so treffen und aus der Bahn werfen, sodass wir fragen: „Wo bleibt da Gott? Wo bleibt da der Gott der Liebe?“

Es gibt keine einfach Antwort(en) auf diese Fragen. Und scheinbar liegt die Spannung auch in Gott selbst, der einerseits Wunder wirken und helfen kann, uns andrerseits aber auch verborgen und manchmal sogar dunkel bleiben kann. So wie der bekannte Schriftsteller Thomas Mann es einmal in seinem mehrbändigen Roman „Josef und seine Brüder“ ausgedrückt hat: „Er (Gott) war nicht der Gute, sondern das Ganze.“

Auf diesem Hintergrund denkt diese Predigt darüber nach, wie wir zu einem „Dennoch-Glauben“ finden können. Trotzig. Wo wir zunächst Bilder von kleinen, wütenden Kindern vor Augen haben, ist der Begriff „Trotz“ hier positiv gemeint: als eine innere Kraft, sich auch schweren Wegen zu stellen und in der Klage nah bei Gott zu bleiben mit der Bitte: „Du bist doch mitten unter uns, HERR! Wir sind dein Volk, du hast uns zu deinem Eigentum erklärt! Verlass uns nicht!“

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